Ur-Mais: Was ist das eigentlich?

Mais ist eine der bedeutendsten Kulturpflanzen der Welt: Auf über 183.000.000 Hektar Land werden mehr als 1 Milliarde Tonnen Mais geerntet - pro Jahr! Das entspricht übrigens fast 260 Millionen Fußballfeldern oder gut 712 Mal der Fläche des Saarlandes.

Mais wird weltweit benötigt

Diese riesigen Anbaumengen kommen nicht von ungefähr: Mais ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel in weiten Teilen der Welt, sondern wird unter anderem auch für Kraftstoff und Tierfutter eingesetzt.

Aber was hat das alles mit dem Ur-Mais zu tun?

Durch den enormen Bedarf ist Mais eine der am weitesten gezüchteten Kulturpflanzen überhaupt. Neben der herkömmlichen Züchtung wird weltweit seit Jahrzehnten auch auf Gentechnik zur Ertragssteigerung gesetzt - der "Gen-Mais" war geboren!

Durch genetisch verändertes Saatgut wird der Ernteertrag gesteigert und der Mais resistenter gegen verschiedene natürliche Widersacher.

Mais heute: Hochleistungskorn mit Chemie-Boost

Heutiger Mais hat daher nicht mehr viel mit der ursprünglichen Pflanze zu tun, die man noch vor 100 Jahren angebaut hat. Er kann sich nicht einmal mehr ohne menschliche Hilfe bestäuben und somit "fortpflanzen".

Außerdem wird konventionell angebauter Mais noch mehr als andere Kulturpflanzen mit zahlreichen Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln sowie Pestiziden behandelt. Dabei spielen auch die sogenannten Neonicotinoide eine Rolle - hochgiftige Insektizide, die seit einigen Jahren kontrovers diskutiert werden. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, schädlich für Bienen zu sein.

Zurück zum Ursprung: Die Wurzeln des gelben Wunderkorns

Die Ursprünge des Mais liegen in Mittelamerika. Nahe dem Río Balsas, einem Fluss mitten in Mexiko, wurde die Teosinte vermutlich zuerst entdeckt. Die dreieckigen Körner waren sehr hart und wenig ertragreich - dennoch erkannten verschiedene Völker schon vor mehr als 6.000 Jahren das Potential des Korns.

Die wilde Teosinte gibt es nach wie vor in vielen Regionen. Allerdings vermischt - "hybridisiert" sie mit dem Gen-Mais auf den Feldern.

 

Amerikanischer Ur-Mais: Vorsichtig angebaut

Unser Ur-Mais wird im mittleren Westen der USA angebaut. Er wurde sorgfältig "zurückgezüchtet" - und ist dem Mais, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts angebaut wurde, sehr ähnlich.

Seit vielen Generationen wird er von Amish-Bauern, die freiwillig wie vor 300 Jahren leben, mit viel Sorgfalt gepflegt.

Diese Sorgfalt ist auch dringend nötig - denn der Ur-Mais ist bei Weitem nicht so resistent wie seine hochgezüchteten Nachfahren. Außerdem bringt er nur etwa 1/3 bis zur Hälfte des Ertrags von konventionelleren Maissorten.

Nach dem ersten Setzen der Saat darf der Ur-Mais nämlich nicht von Gräsern und anderem Unkraut überwuchert werden. Deshalb müssen die Bauern vor dem Sprießen das Unkraut bekämpfen. Damit kommt die Pflanze zwar nicht direkt in Berührung - dieser Eingriff ist jedoch notwendig.

Und was ist daran so toll?

Unser Ur-Mais ist deutlich kleiner als herkömmlicher Popcorn-Mais. Dafür stecken die Körner voller Geschmack! True Popcorn hat dank des Ur-Mais einen tollen, klassischen Mais-Geschmack, bei dem wir gar nicht mehr viel nachhelfen müssen. Mit nur wenig Zucker ist das Popcorn schon super lecker!

Der Ur-Mais ist so klein und fein, dass die Schalen beim Essen fast vollständig zerfallen. Das Ergebnis: Keine Schalen, die zwischen den Zähnen und im Rachen hängen bleiben. Trotzdem isst man die feinen Schalen mit - und das ist gut so. Denn: In der Schale stecken, wie bei allen Vollkornprodukten, die wertvollen Antioxidantien und Mineralien, die Popcorn einen so wertvollen Snack machen.

Und ganz nebenbei ist Popcorn als Vollkorn-Snack überhaupt eine tolle Knabberei für die ganze Familie. Klingt super? Finden wir auch. Und deshalb haben wir mit True Popcorn überhaupt erst angefangen.

Aus über 50.000 Ur-Mais-Sorten haben wir die beste für unser True Popcorn ausgewählt.